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Corinna Paukner
Von
ganz unten nach ganz oben:
Als die Neuzugänge der FC Bayern München Fussballerinnen zur neuen Saison 2005/6
bekannt gegeben wurden, war der Name Corinna Paukner vom SC Zwiesel dabei. Kaum
einer hatte sie auf der Rechnung, dennoch schaffte sie den Sprung ins Team. Zuletzt
brach sie mit einem Tor sogar den Bann beim Pokalspiel
in Crailsheim: fcbayern-frauenfussball.de
sprach mit ihr über den Sprung von ganz unten nach ganz oben.
Wo hast Du vor
dieser Saison gespielt?
Corinna Paukner: Beim SC Zwiesel in der Bezirksoberliga.
Das ist die zweitniedrigste Liga, darunter
kommt nur noch die Bezirksliga. Wobei ich mit einer Sondergenehmigung
zuvor lange bei den Jungs mitgespielt hatte, da wir beim SC Zwiesel
keine Frauenmannschaft hatten. Erst vor zwei Jahren haben wir die
gegründet und sind auch sofort aus der Bezirksliga in die Bezirksoberliga aufgestiegen.
Wie ist das, bei Jungs mitkicken?
Organisatorisch war es kein Problem: Umgezogen und geduscht habe ich
mich meistens in der Schiedsrichterkabine. Und beim Spiel mit den Jungs
bekommt man eine gewisse Härte.
Wer hat Dich entdeckt? Wie kamst Du zum FCB?
Ich war bis vor Kurzem beim Bundesgrenzschutz angestellt, dort spielte
ich auch immer Fussball mit. Mein Gruppenführer mailte Sissy
Raith an
und fragte nach einem Probetraining. Zunächst machte ich ein Probetraining bei der 2.Mannschaft. Offenbar
klappte das so gut dass ein weiteres Training bei der 1.Mannschaft folgte
und ich Sissy überzeugen konnte. Heute arbeite ich beim Polizeipräsidium
in München.
Wie bringst Du Fussball und Arbeit unter einen Hut?
Das geht, die Woche besteht aber nur aus Arbeiten, Essen, Fussballspielen
und Schlafen.
Kanntest Du vorher schon jemanden beim FCB?
Ja, Angelika Seidl kannte ich aus der U15-Bayernauswahl.
Plötzlich spielst
Du gegen Weltmeisterinnen. Was ist das für ein Gefühl?
Ich kenne die Nationalspielerinnen gar nicht, ich habe die Erfolge
des Nationalteams nicht so intensiv wahrgenommen. Einzig Birgit Prinz
war mir ein Begriff. Zum
Beispiel kannte ich keine der Potsdamerinnen gegen die wir im Dezember spielten.
Die anderen Bundesligaspielerinnen können zwar einiges besser als meine früheren
Gegnerinnen, aber letztlich sind es auch nur Menschen. Einerseits gehe ich da
ganz unbelastet und respektlos in die Spiele, andererseits lerne ich gerade noch
viel dazu.
Wie ist Deine Bilanz für das Jahr 2005?
Ich verstehe es selber noch nicht so ganz, dass mir dieser Sprung gelungen
ist.
Was sind Deine Ziele für 2006?
In der Mannschaft und gesund zu bleiben.
Interview: Bernhard Kux
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