Spielersuche: 
 Startseite      Newsletter      Gästebuch      Unterstützer       English     Impressum      Kontakt    

Deutscher Fußballbund
SoccerMagazin.de und Tabellator.de: Die Technik hinter fcbayern-frauenfussball.de
Unsere Freunde vom FC Aschheim
Unsere Freunde vom TSV Schäftlarn

DFB-Pokal Achelfinale, 9.11.2003, 11 Uhr:
FC Bayern München - 1.FFC Frankfurt 0 : 1 (0 : 0)
Zuschauer:
1000
1.Halbzeit:
- - -
2.Halbzeit:
0:1 84.Min. Hansen

Startaufstellung:
Christine Francke
TW Francke
Johanna Loistl
2 Loistl
Gerti Stallinger
4 Stallinger


7 Wörle


9 Illenberger
Sonja Spieler
10 Spieler
Sabine Loderer
11 Loderer
Claudia Kierner
12 Kierner
Nina Aigner
18 Aigner
Kim Rogers
20 Rogers
Sandra de Pol
23 de Pol

Auswechslungen:
82.Minute:
Katharina Griessemer
22 Grießemer
für
9 Illenberger
85.Minute:
Kerstin Hoffmann
17 Hoffmann
für
12 Kierner
 

Nicht zum Einsatz gekommen:

TW Schmetz


13 Roth

14 Seidl

16 Parra Labalsa




 



Spielbericht DFB Pokal
FC Bayern München - 1. FFC Frankfurt 0:1 (0:0)

Bereits mit dem Anpfiff gingen beide Mannschaften voll zur Sache. Ein Kampf auf Biegen und Brechen.
Der FC Bayern hatte die erste Großchance, aber Nina Aigner verzog aus wenigen Metern.
Frankfurt konterte und hatte kurz später eine gute Möglichkeit. Sonja Spieler reklamierte auf Abseits, blieb stehen und die daraus resultierende Flanke verschoss Renate Lingor freistehend vorbei am Torpfosten. Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel mit leichten Feldvorteilen unserer Mannschaft. Kim Rogers drang alleine in den Frankfurter Strafraum ein, aber ihr Schußversuch war nur eine bessere, halbhohe Rückgabe. Keine der beiden Teams konnten sich enscheidend in Szene setzen, die
Frankfurter Weltmeisterinnen kamen nicht zur Entfaltung, was sich natürlich auch auf unsere Angriffversuche auswirkte. Die Gäste sahen sich einem offenen Schlagabtausch gegenüber und konnten selbst nur reagieren. Unverständlich die Aussage im regionalen BR Fernsehen, dass es in den ersten 45 Minuten "ein schwaches Spiel" gab.

Die Zuschauer kamen nicht nur in der ersten Hälfte auf ihre Kosten, denn Frankfurt konnte auch nach dem Wechsel wieder nur so gut spielen, wie es die Bayernmädels zuliessen. Für viele überraschend, wie sich die Münchnerinnen gegen die scheinbare Übermacht vom Main durchsetzte. Johanna Loistl meldete Birgit Prinz völlig ab und den Rest erledigte die erstmals wieder eingesetzte Sandra De Pol gewohnt in überragender Manier. Man sah wenig von Renate Lingor, Pia Wunderlich oder Nia Künzer.
Selbst die 5. Weltmeisterin im Team des FFC, Sandra Minnert, half sich oft nur mit weiten Befreiungsschlägen. Eigentlich lief alles nach Wunsch. Unsere Mädels gewannen die wichtigsten Zweikämpfe. Die gut aufgelegte Nina Aigner hämmerte den Ball an die Querlatte des Frankfurter Tores und Gerti Stallinger köpfte um Zentimeter am Kasten der 111 fachen holländischen Nationaltorfrau Marleen Wissink vorbei.


Die laufstarken Katja Illenberger und Kim Rogers kamen einige Male in den gegnerischen Strafraum zu Möglichkeiten, hatten aber nicht die Nerven im Abschluß.
Nach einem starken Dribbling von der glänzend spielenden Tanja Wörle, zog ihre Gegnerin knapp an der Strafraumlinie die Notbremse. Der anschließende Freistoß wurde für die Torfrau eine leichte Beute.


Die letzten fünf Minuten begannen mit einem Paukenschlag. Claudia Kierner verletzte sich, ohne gegnerische Einwirkung von Renate Lingor, so schwer am Knie und blieb darauf endlos lange vor dem eigenen Strafraum liegen, ohne daß die Schiedsichterin eingriff. Selbst nach einem zwichenzeitlich klaren Foul von Tina Wunderlich an Katharina Grießemer ließ die Unparteiische weiterspielen. Der Ball kam wieder zu Lingor, sie flankte über die verletzt noch liegende hinweg. Das Anspiel wurde zwar von Birgit Prinz nicht verwertet, denn Sabina Loderer konnte gerade noch klären, doch den Abpraller nahmen die Frankfurterinnen auf, liefen zur Grundlinie und flankten wieder in den Strafraum. Die Flanke kam zu Louise Hansen und die Dänin jagte den Ball aus wenigen Metern vehement in die Maschen. Claudia Kierner lag immer noch regungslos am Boden, alles im Blickfeld der Schiedsrichterin Rebecca Kirchner. Erst nach dem Treffer gestattete sie die Behandlung der immer noch Regungslosen, die schwer unter Schock stand und die noch in der Kabine dachte, das Spiel ging in die Verlängerung.
Die Extrazeit wurde aber nicht erreicht, denn ein aussichtsreicher Freistoß von Sonja Spieler verpuffte harmlos. 90 Minuten Powerfußball waren zu Ende.


Trotz großartiger Leistung meiner Mädels, war das Glück auf Seite der Frankfurterinnen. Wie wir aber den amtierenden Meister UEFA Cup-und Pokalsieger am Rande einer Niederlage hatten wird noch lange Gesprächsstoff bieten. Besser gings leider nicht!

Verfasser: Peter König